Custom Bikes & Cars

Starchopper Panhead

In der Norddeutschen Tiefebene, wo bekannterweise die Winter lang sind, befindet sich zwischen Elbstrom und Nordsee das beschauliche Örtchen Uetersen, von dem man nur unter Rosenzüchtern Notiz nahm, bis Toddi eines Tages auf die Idee kam Bikes zu bauen. In einer kleinen Garage nördlich von Hamburg hat der durchgeknallte Hobbyschrauber seine Hexenküche, in der schon ein Evo Motor zu neumodischem Quatsch gehört, den niemand braucht. Eine moderne Drehbank und CNC Fräse so wie Diagnosegeräte sucht man vergebens, denn wenn man ein Bike bauen will, reichen Flex und Handwerkzeug, um aus einem Haufen Schrott von 1952 wieder ein Bike zu machen.

Eine Sissibar und ein Auspuff, für die man eine Rote Warnleuchte braucht, wenn man in die Nähe eines Flughafens fährt und einen Lenker, der scheinbar beim Gas und Wasserinstallateur aus der defekten Biegemaschine gefallen ist, so scheint der Chopper auf den ersten Blick. Beim näheren hin sehen, zeigt sich der Chopper von seiner anderen Seite, bei der echte Handwerkskunst zu finden ist, die im wahrsten Sinne des Wortes mit den Händen und nicht auf hochmodernen Maschinen entstanden ist. Der Wishbone Rahmen wurde komplett überholt und an einigen Stellen mussten sogar rostige stellen geschweisst  und nachträglich angebratene Halter entfernt werden, um ihn wieder in den Originalzustand zu versetzen. Ebenso war der Motor weit davon entfernt laufbereit zu sein. Gebrochene Kolbenringe, fehlender Vergaser so wie Rost in den Zylindern waren nur der Anfang des Desasters, denn auch Kurbelwellenlager, Nockenwellen usw. bedurften extremer Zuwendung, um aus dem 1952er Stück Altmetall wieder einen Motor zu machen. In dem Zug fand Toddi einen Dellorto Vergaser ganz angebracht, für den er den Ansaugstuten änderte und eine Kontaktzündung sorgt dafür, dass der Hobel auch bei Stromausfall noch fährt.  Nachdem dieses erledigt war und Toddi seine Ideen mehrfach über den Haufen geworfen hatte, stolperte er über eine AAC Gabel mit 12“ over, die ihn inspirierte aus dem Bike einen klassischen Chopper zu bauen. Schmale Felgen mit mechanischer Trommelbremse vorn und hinten wanderten in die speziell angefertigten Speichenräder, die daraufhin mit schmalen Firestone Gummis bestückt wurden. Zu einem Chopper gehört natürlich auch eine Sissibar und da Toddi mit dem Bike auch auf einige Treffen fährt und Touren macht, fiel sie eben etwas höher aus, denn je höher, desto mehr Gepäck lässt sich festschnallen.

Wenn man dann scheinbar noch eine Abgas Allergie hat, dann baut man halt den Auspuff so hoch, das man das Zeug nicht selbst einatmen muss, nur hoffentlich hat er daran gedacht, einige Ablauflöcher zu bohren, da bei dem Norddeutsch „Schietwetter“ das Regenwasser sonst irgendwann aus dem Vergaser läuft, wenn der Auspuff und Motor vollgelaufen sind. Etwas moderne Technik fand dann doch noch Platz an dem Bike, denn der Innenliegende Gasgriff stammt von Müller Motorcycle und auch der nachträglich modifizierte Lenker von Chopper Kings wurden als Neuteil gekauft. Die Fußresten so wie die Fender baute er aus zusammengewürfeltem Zeug, wie er sagte, und auch das 60er Jahre Rücklicht hat er irgendwo ausgegraben. Für den Lack wählte er Flakes, die auf die Grundierung aufgetragen wurden, doch das gefiel Toddi nicht, so dass Chiko, den ganzen Kram wieder anschleifen durfte, dann eine Weisse Deckschicht auflegte und etwas Farbe, Pinstripes sowie den Schriftzug auftrug, wonach Toddi dann sagte, Fuck for Lack, Hauptsache der Ofen läuft.  

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